Wie viel Notvorrat braucht man? Die BBK-Empfehlung für 10 Tage
Das BBK empfiehlt, sich zehn Tage lang selbst versorgen zu können. Für einen Erwachsenen sind das 20 Liter Wasser und Essen mit zusammen rund 22.000 kcal. Hier steht, wie sich das aufteilt und wie Sie ohne großen Aufwand anfangen.
Die kurze Antwort
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt jedem Haushalt, sich zehn Tage lang selbst versorgen zu können. Wer noch ganz am Anfang steht, plant zuerst drei Tage und baut dann aus. Für einen Erwachsenen und zehn Tage heißt das:
- 20 Liter Wasser, also 2 Liter am Tag: 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter zum Kochen.
- Essen mit zusammen rund 22.000 kcal, das sind etwa 2.200 kcal am Tag. Es sollte ohne Kühlschrank halten und am besten auch ohne Herd essbar sein.
Für jede weitere Person im Haushalt kommt die gleiche Menge dazu. Kinder brauchen etwas weniger, Babys und Menschen mit besonderer Ernährung brauchen eigene Vorräte.
Wie viel Wasser brauche ich?
Ein Mensch braucht mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Wer im Notfall kochen will, rechnet einen halben Liter dazu. So kommen Sie auf 2 Liter pro Person und Tag und auf 20 Liter für zehn Tage. Das sind etwas mehr als drei Kisten mit je sechs 1-Liter-Flaschen.
Am einfachsten lagern Sie Mineralwasser in Flaschen. Es hält lange, trotzdem lohnt ein Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Säfte und andere Getränke zählen mit, ersetzen aber das Wasser nicht ganz. Wasser zum Waschen und für die Toilette kommt noch dazu. Dafür reichen Kanister oder eine volle Badewanne, sobald sich ein Ausfall abzeichnet.
Wie viel Essen brauche ich für zehn Tage?
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) rechnet in ihrem Vorratskalkulator mit 2.200 kcal pro Person und Tag. Für einen Erwachsenen und zehn Tage ergibt das diese Richtwerte:
| Lebensmittelgruppe | Menge für 10 Tage |
|---|---|
| Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln | 3,3 kg |
| Gemüse, Pilze | 4,0 kg |
| Obst | 2,5 kg |
| Milch, Milchprodukte | 2,5 kg |
| Eier, Fleisch, Wurst, Fisch | 1,2 kg |
| Fette, Öle | 0,33 kg |
| Getränke | 20 Liter |
Die Mengen sind Richtwerte, keine Vorschrift. Wer weniger isst, mehr Sport treibt oder kein Fleisch mag, passt sie an. Mit dem Vorratskalkulator der BLE können Sie die Mengen für Ihren Haushalt und 1 bis 28 Tage ausrechnen.
Welche Lebensmittel eignen sich?
Ein Notvorrat muss vor allem eines können: auch dann funktionieren, wenn Strom, Kühlschrank und Herd ausfallen. Achten Sie deshalb auf drei Dinge:
- Ohne Kühlung haltbar. Bei einem Stromausfall taut die Tiefkühltruhe nach ein bis zwei Tagen auf.
- Ohne Kochen essbar. Ohne Strom funktioniert auch der Elektroherd nicht.
- Etwas, das Sie gern essen. Ein Vorrat, den niemand mag, wird im Ernstfall zur Last und im Alltag nie aufgebraucht.
Das BBK nennt als Beispiele Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch in Konserven, Trockenobst, Nüsse, Trockenwurst, Zwieback und Müsliriegel. Dazu passen Knäckebrot, Haferflocken, H-Milch und haltbare Fertiggerichte.
Was viele vergessen
Die Checkliste des BBK erinnert an einige Dinge, die neben Essen und Trinken schnell fehlen:
- Dosenöffner, der ohne Strom funktioniert
- eine Kochgelegenheit ohne Strom, etwa einen Campingkocher, und den passenden Brennstoff
- persönliche Medikamente und eine kleine Hausapotheke
- Babynahrung oder Spezialnahrung, falls jemand im Haushalt sie braucht
- Futter für Haustiere
- Müllbeutel, Toilettenpapier und Feuchttücher
Zwei Wege, den Vorrat aufzubauen
Das BBK beschreibt zwei Wege, die beide gut funktionieren:
- Einmal anlegen und prüfen. Sie kaufen den Vorrat auf einmal, lagern ihn trocken und kühl und schauen einmal im Jahr auf die Haltbarkeitsdaten. Was bald abläuft, wird gegessen und ersetzt.
- Mitwachsender Vorrat. Sie kaufen beim normalen Einkauf jedes Mal ein oder zwei Packungen mehr und verbrauchen immer zuerst die älteste. So wächst der Vorrat nebenbei und bleibt frisch.
Lange haltbare Lebensmittel machen den ersten Weg einfacher, weil Sie seltener nachsehen und austauschen müssen.
Was unsere Pakete abdecken
Ehrlich gesagt: Wir verkaufen Notvorrat. Die Zahlen oben stammen trotzdem vom BBK und von der BLE, nicht von uns.
Unsere 10-Tage-Pakete enthalten 20 oder 21 Dosen mit fertig gekochten Gerichten und zusammen rund 16.300 bis 18.000 kcal. Das sind die warmen Mahlzeiten für zehn Tage, die auch kalt schmecken und über 10 Jahre halten. Bis zu den 2.200 kcal am Tag fehlen noch etwa 400 bis 600 kcal. Die decken Sie mit Brot, Nüssen oder Trockenobst, zum Beispiel mit unserem Dosenbrot. Wasser gehört nicht zum Paket, das lagern Sie zusätzlich.
Zu den Paketen: 10 Tage mit Fleisch, 10 Tage ohne Fleisch, 30 Tage mit Fleisch und 30 Tage ohne Fleisch.






